Zeitmanagement adé!

Der gute Umgang mit Deiner Zeit

"Es wäre toll, wenn ich den Schlaf aus meinem Tag auslagern könnte. Dann hätte ich 24 Stunden Zeit etwas zu tun."

 

Eine sehr spannende Perspektive und die Frage an Dich: Wenn Du das tun könntest, hättest Du dann mehr Zeit oder wäre es um Deine Zeit genauso bestellt wie vorher?

"Es ist immer etwas zu tun und unsere Zeit brennt ab." Das sind Aussagen, die vielleicht viele unterschreiben können. Doch was passiert, wenn immer etwas zu tun ist? Die Aufgaben nie enden mögen und die Zeit sich immer knapper anfühlt?

Hier möchte der Chef noch, dass ich schnell etwas fertig mache, heute Abend haben wir besuch, da muss ich noch schnell vorher einkaufen. Und nächste Woche hat meine Nichte Geburtstag, ich muss noch ein Geschenk organisieren. So oder ähnlich verläuft vielleicht jeder unserer Tage.

Auf Dauer macht uns dieses "noch schnell" unzufrieden und wir fühlen uns gestresst. Wir versuchen unsere Zeit und unsere Aufgaben noch besser zu optimieren, uns selbst noch besser zu optimieren. Denn wenn wir mit den 24 Stunden am Tag nicht effizient umgehen, dann liegt es wohl an unserer Selbstorganisation. 

Im Zeitmanagement ist das Kredo: optimiere dich und deine Aufgaben, dann hast Du mehr Zeit. Also Selbstmanagement: Nutze all die zur Verfügung stehende Zeit im Rahmen der Selbstorganisation optimal .

  • „In weniger Zeit mehr schaffen“ 
  • „Lerne Deine Zeit optimal zu planen und Deine Arbeit zu organisieren“

Wenn wir nur besser organisiert sind, dann schaffen wir auch all unsere Aufgaben. Es liegt also immer an mir selbst, wenn ich nicht fertig werde.

Doch was passiert dann? Hier einige Stimmen aus meinen Gedankenschmieden „unser Umgang mit Zeit“

  • „Ich empfinde Zeit als eine Beschränkung und als etwas Negatives“ 
  • „Zeit ist für mich Stress“

permanente Zeitknappheit führt zu negativen Stress, der macht krank

Stress kann doch auch etwas gutes haben? 

Ja, es gibt unterschiedliche Formen von Stress. Einmal Eustress (positiver Stress) und Disstress (negativer Stress). Positiver Stress motiviert uns, lässt uns kreativ werden und aus medizinischer Sicht macht dieser den Körper für eine kurze Zeit besonders Leistungsfähig,

Stress ist eine erhöhte körperliche und seelische Anspannung - wir sind in dem Moment in Alarmbereitschaft. Wird der Stress bewältigt, kommt es wieder zur Entspannung. Bleibt der Stress jedoch bestehen, dann sendet der Körper weiter das Signal "Alarm, wir brauchen Energie" und es kann zu einem chronischen Stresszustand kommen.

Ob Situationen uns negativ stressen, hängt auch mit davon ab, wie wir diese bewerten.

  

Wenn wir permanent das Gefühl haben, keine Zeit zu haben, dann stresst uns das offensichtlich negativ. Wir verfallen in Hektik, fühlen uns unter Druck und machen Fehler.

Dieser Stress hat Folgen: Jeder reagiert anders. Der eine hat Kopfschmerzen, die andere dauernde Magenprobleme, die nächste knirscht nachts mit den Zähnen oder es schleicht sich eine dauernde Antriebslosigkeit ein.

 

„Man könnte etwas Schönes machen, tut es aber nicht“

 

Teams die unter permanenten Zeitdruck leiden, werden über kurz oder lang in Konflikte verfallen. Auf Dauer steigen die Krankheitstage, die Projekte werden fehlerhaft bearbeitet und die Mitarbeiterzufriedenheit sinkt rapide. 

Somit hat es nicht nur gesundheitliche Folgen für die Mitarbeiter, sondern auch ökonomische für Organisationen und soziale für unsere Gesellschaft. Wenn Menschen dauernd unzufrieden sind, dann vergessen sie, freundlich miteinander zu sein und gute Arbeit zu leisten.

Warum hat Zeitmanagement keinen Sinn?

Diese handfesten Methoden des Zeitmanagements, mit denen wir unsere Zeit optimieren sollen, führen dann dazu:

  • „ich klatsche mir den Tag mit Terminen voll, damit ich immer was zu tun habe und meine Zeit auch nutze"
  • „Zeit ist da um den Tag zu planen “

Wir rasen durch unseren perfekt geplanten Tag und unser Leben. Wir waren noch nie besser organisiert, als im Moment, noch nie hatten wir so viele Möglichkeit Zeit zu sparen  - doch was bleibt? Keine Zeit!

 

„Im Zeitmanagement Kurs haben wir gelernt Pläne und Listen anzufertigen. Doch das hat alles nichts gebracht“


Wege in eine neue Zeitkultur

Stell Dir vor Du bist ein Vogel und die Zeit wäre Luft. Die Luft umgibt den Vogel ganz selbstverständlich, sie ist jeden Tag da. Mal ist sie wärmer, kälter, dicker oder dünner. Sie ist jedoch jeden Tag gleich viel da. Der Vogel kann nicht schneller fliegen, um mehr Luft zu haben.

Wir können somit unsere Zeit nicht einteilen oder managen, damit wir mehr von ihr haben. Zeit ist fair verteilt, jeder hat jeden Tag gleich viel davon. Die Frage ist jedoch, wie gehen wir mit ihr um?  

 

Lasst uns Zeit gemeinsam anders denken. Lasst uns hinschauen, was es ist, durch das wir uns so getrieben fühlen. Und nach was wir uns so sehnen, wenn wir entschleunigen wollen.

 

Ich stelle Menschen in und außerhalb von Organisationen die Fragen:

  • Welches Zeit-Bewusst-Sein hab ich und welches wird bei uns in der Organisation gelebt?
  • Welcher Zeittyp bin ich und welche prägen unsere Organisation?
  • Welche Zeitkultur pflegen wir im Moment?
  • Was kann ein guter Umgang mit meiner Zeit und unserer Zeit in der Organisation sein? 

Gehen Sie die Zeitreise mit mir?