Und "zack" waren wir ein Team!

Was Krisen im Team uns zeigen

Vor einigen Wochen wurde ich in eine Kindereinrichtung zur Supervision gerufen.

Anzeige gegen die Kitaleitung. Eine Zerreisprobe für das neu zusammengestellte Team. Nach zwei Monate wurde die Leitung von allen Vorwürfen befreit – doch der Schock bleibt.

In der Supervision gingen wir folgenden Fragen nach:

  • wie ist jede Einzelne mit den Vorfällen umgegangen?
  • was hat diese Zeit mit dem Team gemacht?
  • was könnt ihr für die Zukunft lernen?
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Krise als Katalysator für den Teamzusammenhalt

Das Team bestand erst seit ein paar Monaten -  das neuste Mitglied war erst seit acht Wochen dabei. Die letzten Wochen haben jedoch geschafft, was keine Teamentwicklung der Welt so schnell geschafft hätte:

 

"wir sind durch die Zeit ins gute, miteinander arbeiten gekommen. Wir mussten uns aufeinander verlassen, gegenseitig füreinander einspringen und alles geben. Ohne diese Krise, wären wir nie so schnell zusammen gekommen."

 

In der Zeit herrschte im Team eine offener Austausch, alle gingen  vertraut miteinander um.

Die gute Kommunikation, in die jede eingebunden war, hat Ihnen Kraft gegeben, Vertrauen gefördert und die Wertschätzung für jede Einzelne betont.

Und am hilfreichsten war natürlich der Humor, den sie nie verloren hatten. 

Die Geschehnisse haben das Team zusammengeschweist, sie haben als  Katalysator für gute Zusammenarbeit und Zusammenhalt gedient. 

Und nun in den Alltag - wie behalten wir das bei?

Wir kennen das vielleicht: Mit geschwellter Brust kommen wir aus einer schwierigen Phase raus und sind stolz auf das, was wir geleistet haben. Und nun kommt der Alltag. Wie können wir das beibehalten, was wir gelernt haben?

Diese Fragen haben wir uns auch gestellt, denn genau dieser gute Umgang in der Zusammenarbeit soll beibehalten werden. Auch kommen neue Teammitglieder und die wollen auch integriert werden. 

Denn unsere „eingeschworene Gemeinschaft“ hat nun schon einiges miteinander durchgemacht hat.

Zeit füreinander und das Team nehmen

In der Zukunft wollen sie sich bewusst Zeit für die "Teampfelge" nehmen. Wir alle wissen: kaum herrscht die Routine und ein normaler Arbeitsalltag wird das ein oder andere vergessen .

Daher ist wichtig,  dass sie sich bewusst Zeit nehmen und persönlich miteinander sprechen. 

Von sich persönlich sprechen heißt nicht, über privates zu reden. Damit meine ich, das ich von Herzen spreche und das sage, was im Moment in mir vorgeht. Sei es im Guten oder Unguten. 

Aus Krisen im Team lernen

Krisen wollen wir, egal ob privat oder beruflich, wir eher meiden. Sie strengen an und können uns im schlimmsten Fall den Schlaf rauben, 

In meiner Arbeit als Teamberaterin und Supervisorin ist es mir wichtig, aus Krisen zu lernen. Egal ob diese Krisen von außen oder innen kommen.

Krisen sind Chancen an denen wir immer wachsen und Stärken von uns sichtbar werden, die uns ein routinierter Alltag nicht abverlangt.